Aktionen zur Faire Trade Woche in Leipzig

Bündnis 90 / Die Grünen informieren zur Fairen Woche

Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche zum Fairen Handel (Faire Woche) informieren Bündnis 90 / Die Grünen Leipzig am 23.09.2010 von 12.30 bis 14.00 Uhr in der Grimmaischen Straße Ecke Nikolaistraße über die Möglichkeiten aktiv für Fairen Handel eintreten zu können. Die Stadträte Katharina Krefft und Ansgar König diskutieren mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, wie die Verantwortung für Fairen Handel von jedem Einzelnen bis hin zur ganzen Stadt Leipzig übernommen werden können.

„In diesem Zusammenhang steht auch unser Stadtratsantrag, bei welchem wir fordern, dass sich Leipzig um den Titel Fair-Trade-Town bewirbt. Leipzig kann die erste Stadt in Sachsen werden, die diesen Titel trägt. Hingegen sind Städte wie beispielsweise Nürnberg, Dortmund oder Hannover bereits "Fairer Handel"- Städte. Über den Antrag der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion wird in der Oktoberratsversammlung votiert.“ sagt Katharina Krefft.

 

Neben der Unterstützung von Fairem Handel mit Produkten aus Drittweltländern möchte Bündnis 90 / Die Grünen ebenfalls darauf hinweisen, dass auch vor unserer Haustür für Fairen Handel gestritten werden muss. „So kann es nicht sein, dass es Geschäfte gibt, in denen Fair-Trade-Produkte angeboten werden, die Verkäuferinnen aber aufstockende Sozialleistungen beziehen müssen. Es ist wichtig, das Bewusstsein für die Vielfältigkeit des Fairen Handels bei den Bürgerinnen und Bürgern zu schärfen und für bessere Arbeitsbedingungen bei uns und anderswo zu streiten“ sagt Stefanie Gruner, Sprecherin des Leipziger Kreisverbandes.

Die Aktion wird unterstützt durch KonsumGlobal, einem Projekt der BUNDjugend, welches in Stadtführungen auf das Thema nachhaltiger Konsum und Globalisierung aufmerksam macht.

Der Informationsstand von Bündnis 90 / Die Grünen reiht sich ein in eine Vielzahl von bundesweiten Aktionen, die sich mit dem Thema des Fairen Handels beschäftigen.

 

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Posted by juergenkasek 

Kann Leipzig Stadt des Fairen Handels (Fairtrade-Town) werden?

Stadtratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN will den Titel "Fairtrade-Town" nach Leipzig holen

Durch Engagement in das Zukunftsthema Fairer Handel können Städte einen wichtigen Beitrag zu einer gerechteren Handelsordnung leisten. Im Fokus der Idee des Fairen Handels stehen immer die Produzenten aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Mit der Übernahme sozialverträglicher Kriterien (konkret: keine Produkte aus Kinderarbeit) in die Vergabeordnung der Stadt hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen durch ihren Antrag schon eine Voraussetzung, Fair-Handels-Stadt werden zu können, erfüllt.

Stadträtin Katharina Krefft: „Es geht uns in erster Linie um die Effekte der Kampagne, nämlich die Ermutigung zu einer bewussten Konsumhaltung und um die Sensibilisierung für die globalen Zusammenhänge sowie Verantwortung im Handel. Es geht uns in zweiter Linie selbstverständlich um den Titel FairtradeTown, den zu erreichen wäre genial.“

Die Kampagne wirbt dafür, Produkte aus fairem Handel anzubieten. Dazu müssen alle Aktivitäten und Aktiven vor Ort zusammengeführt und weitere Händler, aber auch Gastronomen überzeugt werden Fairtrade-Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen. Bei der Bewerbung um den Titel FairTrade-Town müssen Bedingungen erfüllt werden in den Kategorien Ratsbeschluss, Steuerungsgruppe, Einzelhandel & Gastronomie, Öffentliche Einrichtungen und Medien. Es gibt inzwischen schon 20 deutsche Städte mit Zertifikat, leider darunter keine ostdeutsche Stadt. „Da das so nicht bleiben soll und wir Leipzig beste Chancen aus- rechnen, die Kriterien bedienen zu können, haben wir beantragt, dass die Stadt Leipzig sich mit dem Ziel 2013 um den Titel bewirbt. Leipzig kann zum Erreichen des Zieles u. a. auf das Engagement des Eine Welt Vereines Leipzig, die Städtepartnerschaften und die Initiative „Der Leipziger – Partnerschaftskaffee“ aufbauen. Wir beantragen, dass die Stadtverwaltung einen städtischen Ansprechpartner für die Steuerungsgruppe benennt. Mit in die Steuerungsgruppe müssen aber ganz besonders auch Dehoga und IHK.“ erklärt Krefft.

“Derzeit bieten in Deutschland rund 150 Lizenznehmer rund 800 Fairtrade-Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade aber auch Textilien aus Fairtrade-Baumwolle,  Rosen, Sportbälle, sowie Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Wein, Reis und Zucker an. In rund 30.000 Supermärkten, Drogeriemärkten und den Lebensmittelabteilungen der Warenhäuser sind Produkte mit dem Fairtrade-Siegel erhältlich. Zudem bieten viele unabhängige Lebensmittelgeschäfte Fairtrade-Produkte an. (www.fairtrade-towns.de)

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Posted by Grüne Leipzig