Fukushima mahnt: alle AKWs abschalten! - Bündnis ruft zu Beteiligung an Großdemo auf

Seit der Atomkatastrophe in Japan nimmt der Protest gegen den Weiterbetrieb der AKW in Deutschland täglich zu. Mahnwachen der Anti-Atom-Bewegung fanden am Montag mit mehr als 140.000 Menschen an über 700 Orten in Deutschland statt. „Immer mehr Menschen  demonstrieren für den Atomausstieg,“ so Sandra Post vom Bündnis gegen Atomkraft Leipzig.

Auch in Leipzig  glauben immer weniger Menschen den Beschwichtigungsversuchen der Bundesregierung, noch deren hilflosen Erklärungen von einer „neuen Lage“. Trotz massiver Proteste hatte die Bundesregierung gegen den Willen des Volkes eine Verlängerung der Restlaufzeiten für AKW Ende 2010 beschlossen. Dabei spielten Sicherheitsbedenken, die ungeklärte Frage der Atommüllendlagerung oder sogar rechtliche Fragen keine Rolle. „Möglicherweise ist die Bundesregierung durch den Super-Gau in Japan aufgewacht, allerdings setzt der Denkprozess in den frühen 1970er Jahren an, als bereits die Ethikdebatte geführt wurde,“ gibt Alexander John, Sprecher der Klima-Allianz Leipzig zu bedenken.

Um den Denkprozess und das Handeln der Bundesregierung erheblich zu beschleunigen, ruft die Anti-Atom-Bewegung am 26. März 2011 zu Großdemonstrationen in Berlin, Hamburg, Köln und München auf. Die Demonstrationen werden  von einem breiten Netzwerk aus Anti-Atom-Initiativen veranstaltet. Auch Musiker wie „Wir sind Helden“, „Kleingeldprinzessin“ und „Mono&Nikitaman“ werden die Anti-AKW-Bewegung lautstark unterstützen.

Das Leipziger Bündnis gegen Atomkraft ruft dazu auf sich an der Demo in Berlin zu beteiligen, da auch wir vor einem Super-GAU nicht sicher sind. „Die geplanten Sicherheitsprüfungen in den deutschen Atomkraftwerken stellen keine annehmbare Konsequenz aus der Katastrophe dar. Wäre das AKW Fukushima I vor zwei Wochen getestet worden, es hätte den Sicherheits-Check wahrscheinlich ebenso überstanden.“, so Marco Böhme vom Ökolöwen – Umweltbund Leipzig.

Die Mitfahrenden treffen sich am Samstag um 8:45 Uhr vor dem Infopunkt am Querbahnsteig im Leipziger Hauptbahnhof.

Koordinatoren:

Jürgen Kasek, Mike Nagler; Alexander John, Sandra Post, Steve Bormann, Manuela Lagrange, Marco Böhme

Unterstützer: Ökolöwe, Attac Leipzig, Klima-Allianz Leipzig; B.U.N.D. Leipzig; Naturschutzbund Leipzig; BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Leipzig; DIE LINKE Leipzig, SPD Leipzig, Jusos Leipzig, Grüne Jugend Leipzig; Linksjugend Leipzig, linxxnet Leipzig

www.antiatom.wordpress.com

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"Erneuerbar oder Einweg- für den Strom der Zukunft- die Grüne Energiereihe- Teil 2 Uranium is it a country?"

 „Erneuerbar oder Einweg - für den Strom der Zukunft - die Grüne Energiereihe - Teil 2 Uranium - is it a country?“

Am kommenden Donnerstag, am 24.03.2011, wird in der grünen Energiereihe der nächste Film gezeigt. Um 19 Uhr im Kulturcafé Knicklicht in der Dresdner Straße 79 wird der Film „Uranium - is it a country gezeigt“.

„Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Debatte um die Zukunft der Atomenergie in Deutschland möchten wir die Grundlagen der Verstromung aus Atomenergie näher beleuchten“, erklärt Jürgen Kasek, Vorstandssprecher des Grünen Kreisverbandes das Anliegen.

Dabei beschäftigt sich das Filmprojekt mit dem Weg des Urans von einer Mine in Australien bis hin zu einem Kernkraftwerk in Deutschland.

Es wird auf den gesamten Produktionsprozess eingegangen, auf den enormen Wasserverbrauch bei der Förderung, die Umweltzerstörungen, wie die Verseuchung ganzer Landstriche, den miserablen Arbeitsschutz der Minenarbeiter sowie Enteignungen der Eingeborenen in Australien hingewiesen, was bei der heutigen Diskussion um die Atomkraft völlig untergeht.

„Wir haben uns für diesen Film entschieden um zu zeigen, dass die Probleme mit der Atomkraft nicht erst bei der Endlagersuche in Deutschland oder im Betrieb beginnen, sondern bereits der Uranabbau ernsthafte Schäden verursacht. Gefahren, über die wir in Deutschland nur theoretische Debatten führen, sind in Australien bereits traurige Realität.“, so Kasek.

Ziel der grünen Energiereihe ist es eine breite Debatte über die zukünftige Energiegewinnung in der Gesellschaft anzustoßen. Nachdem im Februar bereits der Film „Heimat auf Zeit“ gezeigt wurde, der sich mit der Vertreibung durch Kohletagebaue auseinandersetzt, folgt nach "Uranium - is it a Country", der Film "Das Schönauer Gefühl" am 21. April.

Dazwischen wird am 29.03. auf der Leipziger Klimakonferenz unter dem Motto „Leipziger Klima - Energetisch korrekt in die Zukunft“ der Fragestellung nachgegangen, welche Mittel und Möglichkeiten Leipzig hat, auf die kommende Herausforderung in diesem Bereich zu reagieren.

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Fukushima ist überall - Aufruf zur Mahnwache und Demonstration am 21.03.2011

Plakat_demo

Für den kommenden Montag ruft das Bündnis gegen Atomkraft Leipzig zu einer erneuten Mahnwache auf dem Augustusplatz auf. Diese findet von 18:00 bis 18:30 Uhr statt. Im Anschluss daran wird ein Protestzug unter dem Motto „Fukushima ist überall – Atomausstieg jetzt!“ durch die Leipziger Innenstadt führen.

„Während bei der Mahnwache das Gedenken an die Opfer im Mittelpunkt steht, wird der Fokus bei der anschließenden Demonstration auf die aktuelle politische Debatte über den Ausstieg gelegt. Man sollte beide Sachen getrennt behandeln“, erklärt Sandra Post vom Bündnis den Anlass der zwei Aufrufe.

Jürgen Kasek vom Bündnis erklärte, dass es bei der Mahnwache vor allen Dingen darum gehe, Anteilnahme auszudrücken. Daher können die Bürger auch Kerzen mitbringen. Gleichzeitig bezeichnete Kasek Fukushima als Fanal, als mahnendes Inferno, das ein generelles Umdenken unumgänglich mache. „Es gilt jetzt die richtigen Schlüsse zu ziehen und dem Atomspuk ein Ende zu bereiten.“

Die politische Debatte in Deutschland, auch sie wird durch die Katastrophe befeuert. Daher wird im Anschluss an die Mahnwache ein Protestzug in der Leipziger Innenstadt stattfinden. Mit Atomkraft wird es für uns keine Zukunft geben, denn sie gefährdet unser aller Leben.

„Zwar werden zum Teil alte Meiler abgeschaltet, aber das sei nicht ausreichend“, ergänzte Marco Böhme vom Bündnis. Auch in Sachsen und Leipzig müsse das ein Thema sein.

„In Sachsen gibt es kein Atomkraftwerk. Dennoch ist Sachsen nicht atomstromfrei. Bei den Stadtwerken Leipzig sind große Teile Atomstrom im Strom-Mix enthalten, wie auch noch 55 % Strom aus Kohle- oder Gaskraftwerken.  An der Energiebörse EEX in Leipzig wird darüber hinaus im großen Stil mit Atomstrom gehandelt.“, so Böhme.

Koordinatoren:

Jürgen Kasek, Mike Nagler; Alexander John, Sandra Post, Steve Bormann, Manuela Lagrange

Unterstützer: Ökolöwe, Attac Leipzig, Klima-Allianz Leipzig; B.U.N.D. Leipzig; Naturschutzbund Leipzig; BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Leipzig; DIE LINKE Leipzig, SPD Leipzig, Jusos Leipzig, Grüne Jugend Leipzig; Linksjugend Leipzig, linxxnet Leipzig

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