"Ohne ein Umdenken wird es keinen Politikwandel geben- Bündnisgrüne fordern Klimaschutz ernster zu nehmen"

„Ohne ein generelles Umdenken in der Bevölkerung wird es nicht gelingen, die von der Stadt aufgestellten CO2 Reduktionsziele zu erreichen und den entscheidenden Schritt hin zu einer Klimaneutralen Stadt und damit in die postfossile Zukunft zu schaffen“, fasste Jürgen Kasek, Vorstandssprecher von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Leipzig die Ergebnisse der Leipziger Klimakonferenz, die am Dienstag Abend in Leipzig stattfand, zusammen.

„Insgesamt ist deutlich geworden, dass es nicht ausreichen wird, Ziele zu formulieren oder Planungen aufzustellen, wenn es nicht gelingt, die Bevölkerung stärker einzubinden und in einer breiten gesellschaftlichen Debatte über die Zielvorstellungen zu diskutieren“, so Kasek.

Leipzig hat die Möglichkeit eine Spitzenposition beim Thema „Klimaschutz“ einzunehmen. Hier besteht auch die Gelegenheit die vielen in Leipzig vorhandenen positiven Ansätze und Initiativen stärker mit einzubeziehen. Leipzig hat durch die Universitäten, das UFZ, das IFT, die Energiecity Initiative ein großes aber bislang bei weitem nicht ausgeschöpftes Potential.

Hier fehlt es vor allem auch an einem Umdenken der Handelnden Kommunalpolitiker. Gerade wenn man die Singulardiskussionen im Verkehrsbereich betrachtet, ist vielen Stadträten offensichtlich nicht klar, vor welchen Herausforderungen und Chancen wir stehen.

Schon heute besteht die Möglichkeit auch Altbauten auf Passivhausstandard zu sanieren und damit den Energieverbrauch massiv zu senken. Diese Projekte bleiben jedoch bislang vereinzelt, da sowohl die Förderbedingungen als auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Beispiel für die Wohnungsbaugesellschaften nicht ausreichen.

Gerade die kommunalen Unternehmen können und müssen hier eine Vorreiter Rolle einnehmen. Insbesondere die Stadtwerke können hier deutlich mehr tun um den Weg in die postfossile Gesellschaft zu ermöglichen. Dazu fehlt es aber bislang am politischen Willen in der Stadt und dem entsprechenden Beschlüssen.

Mit der Vorstellung des neuen Klimakonzeptes der Stadt im Juni müssen wir mit allen Bürgern in eine politische Debatte eintreten um die Ziele zu diskutieren und aufgestellte Punkte umzusetzen. Klimaschutz ist immer auch eine Möglichkeit, eine Möglichkeit für neue Jobs, für ein höheres Lebensgefühl, für verbesserten Gesundheitsschutz und damit für die Zukunft unabdingbar.

BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Leipzig fordern daher, dass das Thema Klimaschutz ernster genommen werden muss und die Stadt eine breite Bürgerbeteiligung schon vor der endgültigen Beschlussfassung ermöglichen muss.

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"Energetisch korrekt in die Zukunft? - auch Leipzig muss handeln!"

Vor der morgen stattfindenden Klimakonferenz in Leipzig unter dem Titel „Energetisch Korrekt in die Zukunft?“ forderte Jürgen Kasek, Vorstandssprecher von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Leipzig die Stadt zu einem entschiedeneren Handeln auf und forderte gleichzeitig, dass die Stadtwerke Leipzig aus dem Handeln mit Atomstrom aussteigen.

„Man muss nüchtern konstatieren, dass die Stadtwerke Leipzig nach wie vor 19 % Atomstrom im Angebot haben und 55 % Strom aus fossilen Energieträgern“, so Kasek. Angesichts der aktuellen Debatten sei dies deutlich zu viel. Insbesondere die 19 % Atomstrom seien hierbei zu kritisieren.

Gerade vor dem Hintergrund der Katastrophe in Fukushima und den Ereignissen am Wochenende in Deutschland muss Leipzig bei seinen kommunalen Unternehmen stärker darauf hinwirken, dass diese tatsächlich energetisch korrekt arbeiten.

„Wir haben uns damals auch gegen den Verkauf der Stadtwerke ausgesprochen, da die Stadt auf ein kommunales Unternehmen höhere Einflussmöglichkeiten hat und wir grüne Stadtwerke wollen“, erinnerte Kasek an den Bürgerentscheid im Jahre 2008, bei dem sich auch die Bündnisgrünen gegen einen Verkauf der Stadtwerke ausgesprochen hatten.

„In den letzten Jahren ist hier zu wenig passiert. Die Ökobilanz der Stadtwerke Leipzig ist insgesamt genau wie die Bilanz der Stadt ausbaufähig, vorsichtig formuliert“, kritisierte Kasek.

Die Stadt muss hier die Weichen stellen. Die Bürger haben am Wochenende deutlich gemacht, dass es keine Zukunft für die Atomenergie in Deutschland geben kann und dass das Ende dieser Hochrisikotechnologie besser heute als morgen stattfinden soll.

Davor kann sich auch die Stadt Leipzig nicht verschließen. Insbesondere muss die Stadt als Gesellschafter der Stadtwerke die Weichen stellen für eine atomstromfreie Zukunft der Stadtwerke. So haben unter anderem die Stadtwerke Jena sich inzwischen dafür entschieden auf Atomstrom zu verzichten.

BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Leipzig fordern daher, dass die Stadtwerke sich deutlich stärker im Bereich der Erneuerbaren Energien engagieren und dass so schnell wie möglich der Handel mit Atomstrom beendet wird. Die Einführung eines reinen Ökostromtarifs bei den Stadtwerken, mit attraktiven Preisen und entsprechender Vermarktung, kann auch Kunden, die inzwischen zu Ökostromanbietern gewechselt sind, wieder zu den Stadtwerken zurückholen.

„Die Mehrheit in der Ratsversammlung muss jetzt beweisen wie ernst es ihr tatsächlich mit einer ökologischen Zukunft für Leipzig ist. Wir werden das sehr genau beobachten!“, so Kasek.

Hintergrund: Am morgigen Dienstag findet um 17 Uhr die Klimakonferenz in der Aula der alten Nikolaischule statt. Auf dem Abschlusspodium diskutieren unter anderem Heiko Rosenthal, Umweltbürgermeister Leipzig, Prof. Dr. Felix Eckardt und Johannes Lichdi, MdL die Fragestellung wie eine energetisch korrekte Zukunft aussehen kann. Bereits vorher wird in einem Workshop thematisiert, welche Möglichkeiten die Stadtwerke als kommunales Unternehmen haben.

Jürgen Kasek, Vorstandssprecher BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN KV Leipzig

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Bündnis 90/Die Grünen KV Leipzig
Hohe Straße 58, 04107 Leipzig
Fon 0341 - 215 59 30
Fax 0341 - 215 59 29
Email info@gruene-leipzig.de
Web www.gruene-leipzig.de
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Mo: 14.00 - 18.00 Uhr
Di: 17.00 - 19.00 Uhr
Mi: 09.00 - 13.00 Uhr und 15.00 - 17.00 Uhr
Do: 15.00 - 18.00 Uhr

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Leipziger Klimakonferenz am Dienstag, 29. März, 18-21 Uhr

Leipziger Klimakonferenz am Dienstag, 29. März, 18-21 Uhr

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Dienstag, 29.03., 18 Uhr, Leipzig, Alte Nikolaischule, Nikolaikirchhof 2

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Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

zu einer Leipziger Klimakonferenz lädt die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag am Dienstag, 29. März in die Alte Nikolaischule ein.

"Reduktion der einwohnerbezogenen CO2-Emissionen der Stadt Leipzig von 1990 bis 2010 um 50 Prozent" - so steht es im Stadtratsbeschluss von 2005. Die Fraktion will sich exemplarisch mit dem Klimaschutz in Kommunen auseinandersetzen.

Leipzig hat seine Emissionen in den 90er Jahren durch neue Kraftwerke und die ökonomisch bedingte Stilllegung alter Industrieanlagen stark reduzieren können. 2008 lag der Pro-Kopf-Ausstoß knapp unter sechs Tonnen. Das sind aber immer noch 30 Prozent über dem weltweiten Durchschnitt. Und wie geht es jetzt weiter?

In den Foren werden die Themen energetische Gebäudesanierung und kommunale Energieversorgung diskutiert. Die Moderation übernehmen Gisela Kallenbach, städtebaupolitische Sprecherin und Johannes Lichdi, energiepolitischer Sprecher der Fraktion GRÜNE.

Der Eintritt ist frei.

Ort: Leipzig, Alte Nikolaischule, Nikolaikirchhof 2

Zeit: Dienstag, 29.03., 18:00-21:00 Uhr

Leipziger Klimakonferenz: Energetisch korrekt in die Zukunft?

Information und Anmeldung unter:

http://www.gruene-fraktion-sachsen.de/d5311687.l

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