Petition für mehr Transparenz im Stadtrat weitgehend verworfen

Wenn die Ratsversammlung auf ihrer morgigen Sitzung über die Petition für mehr Transparenz im Stadtrat entscheiden wird, wird klar sein: Nach vier Jahren des Wartens wird der Stadtrat voraussichtlich in seiner November-Sitzung beschließen, dass die Stadt Leipzig die kooperative Mitgliedschaft bei der Organisation Transparency International beantragt. Der Stadtrat wird am 18. November 2010 außerdem eine Ehrenerklärung und Ehrenordnung für Mandatsträger beschließen.

„Eigentlich könnte dieser 18. November für die Stadt Leipzig ein durchaus bedeutsamer Tag werden, wenn sich der Stadtrat zum ersten Mal in seiner Geschichte eine Ehrenordnung gibt,“ findet Tim Elschner, Mitglied des Stadtbezirksbeirates Mitte für Bündnis 90/Die Grünen. Doch seine Petition für mehr Transparenz im Stadtrat, die er im Juli 2010 als Bürger der Stadt im Rathaus einreichte, wurde weitgehend verworfen.  Eine weitreichende Ehrenordnung als freiwillige Selbstverpflichtung aller Stadträtinnen und Stadträte in Ergänzung zu bereits bestehenden gesetzlichen  Regelungen wird es zu seinem Bedauern nicht geben.

„Offenbar einem breiten Konsens geschuldet, konnten sich die Fraktionen im Leipziger Stadtrat nur auf einen Ehrenordnung „light“ einigen“, vermutet Elschner. Er zeigt sich darüber enttäuscht, dass vom ursprünglichen Anspruch, die Leipziger Ehrenerklärung möge mehr Informationen geben, als ohnehin gesetzlich vorgeschrieben, nicht viel übrig geblieben ist. Der Organisation Transparency International genügt dies, da sie nicht konfrontativ arbeitet, sondern vielmehr die Zusammenarbeit unter anderem mit Verwaltungen und Politikern sucht.

Auch weiterhin werden die Leipzigerinnen und Leipziger über das Ratsinformationssystem der Stadt keinerlei Informationen etwa zu früheren Tätigkeiten, jetzigen Arbeitgebern oder zu eigenen Firmen, Funktionen in Vereinen, Verbänden oder ähnlichen Organisationen, Beraterverträgen oder Interessenvertretungen ihrer Stadträtinnen und Stadträte erhalten. Ob die Mandatsträger auch andere berufliche Nebentätigkeiten oder Grundvermögen innerhalb der Stadt haben, die Einfluss auf die politische Unabhängigkeit haben könnten, werden sie ebenfalls nicht in Erfahrung bringen können.

Elschner versteht diese Geheimniskrämerei nicht, denn mit einer weitreichenden Ehrenordnung würden Stadträtinnen wie Stadträte gerade gegenüber der Öffentlichkeit der Vermutung, Entscheidungen würden durch nicht sachlich begründete Begleitumstände beeinflusst, aktiv entgegen treten. Dies tun im übrigen die bündnisgrünen Mitglieder des Stadtrates bereits seit geraumer Zeit auf der Webseite ihrer Stadtratsfraktion.

Auch eine Einwohnerversammlung oder ein Bürgerforum zum Thema, wie vom Petenten gefordert,  wird es in nächster Zeit nicht geben. Die Stadt vermag bei den Leipzigerinnen und Leipzigern „eine gesteigerte, öffentliche Anteilnahme“, wenn es um das Thema „transparentes politischen Handeln“ bzw. „Schaffung von Transparenz“ geht, nicht erkennen. Elschner ist da ganz anderer Meinung und nennt als ein Beispiel die Bebauung und Nutzung des Brühl-Areals: „Gerade das Thema „Transparenz“ brennt den Bürgern unter den Nägeln.“ Seiner Ansicht nach ist eine weitreichende Transparenz außerdem Grundvoraussetzung für eine effektive, eine die Menschen mitnehmende  Bürgerbeteiligung. Politische Entscheidungen werden durch mehr Transparenz und ein weniger an selektiven Informationen besser nachvollziehbar sein und eine höhere Akzeptanz bei der Bevölkerung finden können. Bürgerinnen und Bürger würden sich zudem nicht von politischen Entscheidungsprozessen abwenden. Auch der politischen Debatte täte es gut, wenn bei der Abwägung zwischen einem Ziel, dem Weg dahin und den Rahmenbedingungen, die Güterabwägung und die damit verbundenen Konflikte klarer benannt werden würden.

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Posted by juergenkasek 

Grüne im Stadtrat fordern: Schulbibliotheken erhalten!

Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen unterstützt die Petition des Stadtschülerrates zur Erhaltung der Schulbibliotheken in ihrer bisherigen Form. Die Stadt soll den Erhalt von Stellen in den Schulbibliotheken unterstützen. Der Kommunale Eigenbetrieb Engelsdorf soll damit beauftragt werden, die Schulbibliotheken mit gefördertem Personal auszustatten. „Dadurch soll der weitere Betrieb auf mindestens demselben Niveau wie bisher gesichert werden.“, erklärt Grünen-Stadtrat Michael Schmidt.

Dazu soll die Stadt insbesondere die Verantwortung dafür übernehmen, die umfänglichen Anträge zur Arbeitsstellenförderung zu stellen, über welche die Stellen in den Schulbibliotheken finanziert werden. „Die Stadt sollte ihre Möglichkeiten nach Kräften nutzen, den Schulbibliotheken auch zukünftig personelle Sicherheit zu geben und somit ihren weiteren Betrieb zu gewährleisten. In diesem Fall dürfen die unterschiedlich ausgestatteten Schulfördervereine bei der Antragstellung zur Arbeitsstellenförderung nicht zunehmend in die Verantwortung genommen werden.“ erklärt Schmidt, der auch Mitglied im Jugendhilfeausschuss ist.

Wir fordern daher mittels Änderungsantrag, dass die Stadt die Bedeutung der Schulbibliotheken als Kultur- und Lernorte und daher auch die Petition als abhilfefähig anerkennt!

„Die Bedeutung der Bibliotheken als Kultur- und Lernorte im Lebensumfeld der Schüler und Schülerinnen ist immens.“, so Schmidt weiter. Aber: „Zwölf Schulbibliotheken in Leipzig sind bereits heute aufgrund fehlenden Personals geschlossen.“

Um die Situation auch langfristig zu verbessern, soll die Stadt sich außerdem dafür einsetzen, dass das Land die Schulbibliotheksstellen ausreichend und dauerhaft finanziert.

Antrag [PDF]

Petition 079/10 (eRIS]

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Posted by Grüne Leipzig 

Grüne Stadtratsfraktion fordert Befestigung des Parkplatzes am Tierheim Breitenfeld

Die Grünen unterstützen die entsprechende Petition.

Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen befürwortet eine entsprechende Petition, welche die unzumutbaren Zustände auf dem Parkplatz am Tierheim Breitenfeld beklagt.
„Die Verwaltung hat die Petition schlichtweg nicht verstanden“ sagt Stadtrat und tierschutzpolitischer Sprecher Norman Volger. „Die Zustände lassen sich bereits durch einfache Instandsetzungsmaßnahmen erheblich verbessern, eine umfassende Befestigung entspricht deshalb auch nicht der Forderung der Petition.“

Entsprechend fordern wir mittels Änderungsantrag zunächst eine schnelle, provisorische Verbesserung der Situation mittels einfacher Reparaturmaßnahmen. „Die Verwaltung soll veranlassen, dass (z. B. die Bauhöfe) einfach die Löcher und Dellen auf dem Parkplatz provisorisch befestigen, Gefahrenstellen beseitigt und damit der Parkplatz aufgewertet wird“, erklärt Volger weiter. Die Verwaltung müsse neben der Herstellung artgerechter Haltungsbedingungen für die im Tierheim befindlichen Tiere auch darauf achten, dass die Vermittlung von Tieren so attraktiv wie möglich gemacht wird. Dazu gehöre auch eine gute Parkplatzsituation, insbesondere da das Tierheim faktisch nur mit dem Auto zu erreichen ist.
Damit wäre dann auch dem Anliegen der Petentin entsprochen.

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Posted by Grüne Leipzig 

Entschiedenes NEIN zur Änderung der Sächsischen Baumschutzsatzung!

Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Sachsen

Am Mittwoch, den 16.06.2010, wird der Sächsische Landtag über einen von der schwarz-gelben Landesregierung eingebrachten Antrag zur Vereinfachung des Landesumweltrechts entscheiden.

In der ursprünglichen Fassung sollte die Geltung der kommunalen Baumschutzsatzung für Privatgrundstücke abgeschafft werden. Nicht nur die GRÜNE JUGEND sah darin eine erhebliche Bedrohung für einen großen Teil des sächsischen Baumbestandes. Die Empörung zahlreicher Umweltverbände veranlasste das Regierungskabinett zu einer Umarbeitung. „Nun enthält der Vorschlag einen unüberschaubaren Wust an Ausnahmeregelungen und uneindeutigen Formulierungen, die sowohl Behörden als auch BürgerInnen hilflos zurücklassen werden“, befürchtet Martin Biederstedt, Landessprecher der GRÜNEN JUGEND Sachsen. „Überspitzt gesagt, dürften Birken nun abgeholzt werden und Erlen weiterhin nicht.“ Solch willkürliche Festlegung, welche Arten gefällt werden dürfen und welche nicht, entbehrt nach Meinung der GRÜNEN JUGEND Leipzig jeder fachlichen Begründung! „Das Gesetz garantiert mit Sicherheit keinen Bürokratieabbau und wird zwangsläufig unsachgemäße Entscheidungen hervorrufen!“, erklärt Martin Biederstedt weiter.

Die GRÜNE JUGEND Leipzig ruft die LandesvertreterInnen zu einem entschiedenen Nein gegen diese Änderung auf. Sie ist nicht geeignet einen sinn- und wirkungsvollen Baumschutz umzusetzen. Dieser ist und bleibt jedoch wichtig: Bäume sichern Lebensqualität, bieten Lebensraum für zahlreiche Tierarten, leisten einen Beitrag zum Klimaschutz und vieles mehr. Gerade Leipzig profitierte bisher mit seinen teils privat betriebenen Waldbeständen von einem aktiven Baumschutz, der nun aber unter Beschuss gerät.

Um auf den Unsinn aufmerksam zu machen, der Mitte dieser Woche in Dresden fabriziert werden soll, errichtete daher die Grüne Jugend in der Nacht zum Dienstag symbolisch kleine Friedhöfe vor bedrohten Gewächsen in der Leipziger Innenstadt. „Mit dieser Aktion demonstrieren wir gegen ein drohendes Trauerspiel“, fügt Martin Biederstedt abschließend an.

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Posted by juergenkasek