Der Tornadoerlass - Leipzig zwischen Hochwasserschutz und Zerstörung

Die grüne Landtagsfraktion lädt für Montag, 7.11. um 18 Uhr ins Ring-Café am Roßplatz 8-9 ein. Diskutiert werden die Folgen des "Tornado-Erlasses" für den Leipziger Auenwald. 

Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen fällt seit August 2010 Tausende Bäume auf Sachsens Deichen – auch in Leipzig. Dieses Vorgehen stützt sich auf den „Tornado-Erlass“ des Umweltministers Frank Kupfer (CDU).

Welche Auswirkungen haben die Rodungen auf den Deichen für einen nachhaltigen Hochwasserschutz? 
Welche Baumaßnahmen führt die Landestalsperrenverwaltung derzeit mit welcher Begründung durch? 
Wie sieht die Schadensbilanz der Rodungen aus?
Welche Ausgleichsmaßnahmen sind geplant? 
Wann und wie werden diese Pläne mit Verbänden und Öffentlichkeit kommuniziert?

Die Fraktion B90/Die Grünen lädt ein zu einer öffentlichen Diskussion mit 
Nico Singer, Ökolöwe - Umweltbund Leipzig
Heiko Rosenthal, Bürgermeister für Umwelt, Ordnung und Sport 
Gisela Kallenbach, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Sächsischen Landtag 
Vertreter/-in der Landestalsperrenverwaltung (angefragt)

Moderation: Jürgen Kasek, Vorsitzender BUND-Regionalgruppe Leipzig

Wir freuen uns über Ihr Kommen. Interessierte Bürger/innen sind herzlich willkommen.

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Radtour auf den Deichen

Wir laden ein zu einer Deich- und Polder-Radtour.

Start ist am Samstag, dem 3.9.2011, um 15 Uhr auf der Sachsenbrücke im Clara-Zetkin-Park, Ende gegen 17 Uhr.

Gemeinsam mit dem Diplom-Geographen Markus Kellermann, der sich als Vertreter des Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V. und als Mitglied des BUND Leipzig zur Analyse des Hochwassers 2011 äußert, wird die Tour entlang der Weißen Elster bis in den südlichen Auwald führen. Die Tour wird an den Deichbereichen vorbeiführen, die im Frühjahr 2011 von Rodungsarbeiten betroffen waren. Markus Kellermann wird die potentielle Nutzbarkeit von Auwaldflächen für einen ökologischen Hochwasserschutz vorstellen.
"Ich bin der Überzeugung, dass die Rodungen im Frühjahr, denen viele wertvolle Bäume zum Opfer gefallen sind, nicht notwendig waren. Deshalb unterstütze ich die Klage des Ökolöwen, um klären zu lassen, dass dieser brachiale Umgang mit dem Auwald nicht rechtmäßig war.“ „Weil die Fällungen fachlich nicht notwendig waren und der zugrundeliegende Erlass vom Sächsischen Umweltministerium geltendes Recht bricht, erhob der Ökolöwe Klage.

„Der Leipziger Auwald ist ein in Europa einmaliges Kleinod. Leider fehlt es aber nach wie vor an einem entsprechenden Umgang mit diesem. Gerade jetzt vor dem nächsten Winter wollen wir mit dieser Radtour das Bewusstsein für den Auwald stärken", so Monika Lazar.

Kommt und bringt Eure Räder mit, wir laden herzlich ein!
Monika Lazar, MdB Bündnis 90/Die Grünen, Leipzig Markus Kellermann, Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V., BUND Regionalgruppe Leipzig

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Posted by juergenkasek 

"Das Kind nicht mit dem Bade ausschütten" - Hochwasserschutz in Sachsen und Leipzig

Die gegen die Umweltverbände erhobenen Vorwürfe, dass diese effektiven Hochwasserschutz verhindert hätten, ist unsachliche Polemik, die von den Versäumnissen der Landestalsperrenverwaltung ablenkt, kritisiert Norman Volger, umweltpolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen die Äußerungen des Leiters der Talsperrenverwaltung Untere Pleiße Axel Bobbe.

Dass Bäume grundsätzlich die Standsicherheit von Deichen gefährden, ist eine wissenschaftlich nicht haltbare Behauptung. So kommen Untersuchungen verschiedener Universitäten zu einem entgegensetzten Schluss. Es kommt auf den Baum an. Es gibt genügend Pflanzen, welche die Standsicherheit von Deichen unterstützen.

„Natürlich muss in einer Notsituation schnell und verantwortungsvoll gehandelt werden. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass seit 2002 ausreichend Zeit vorhanden gewesen wäre, sich auf solche Ausnahmesituationen vorzubereiten.“, so Volger weiter.

Allein, die Antwort der Landestalsperrenverwaltung für die Verbesserung des Hochwasserschutzes ist regelmäßig ideenlos. Außer Bäume fällen und Deiche erhöhen, sind dort keine Ideen vorhanden, zukunftsfähige und ökologische Konzepte fehlen, kritisiert Volger.

Die Stadt Leipzig hat sich vollkommen zu Recht geweigert unterschiedslos Bäume zu fällen, da eine Verbesserung der Standsicherheit dadurch ins Reich der Fabeln gehört.

Vielmehr hätte Sorge dafür getragen müssen, dass den Flüssen in Leipzig ausreichend Überschwemmungsflächen zur Verfügung stehen.

Die Zurücksetzung der Deiche und die natürliche Vernässung des Auenwaldes sind sinnvolle, nachhaltige Maßnahmen im Einklang mit geltenden Umweltschutzbestimmungen. Das muss beachtet werden. Stadtrat Volger fordert daher die Talsperrenverwaltung auf, die von den Umweltverbänden vorgeschlagenen Konzepte genauestens zu prüfen.

„Fakt ist, dass wir das Hochwasser in Leipzig und die getroffenen Maßnahmen genauestens auswerten müssen, um beim nächsten Mal besser vorbereitet zu sein“, so Volger abschließend. Unsachliche Polemik sei dagegen nicht geeignet, um zu einer vernünftigen Lösung zu kommen.

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