Ausstellung "Klimawandel in Sachsen" zu sehen im Uni Hörsaalgebäude

„Klimawandel in Sachsen - Ausstellung ab 02. Mai 2011 im neuen Hörsaalgebäude der Universität Leipzig“

Hochwasser? Überschwemmungen? Trockene Sommer? Milde Winter und Hagelstürme? Der globale Klimawandel betrifft auch uns. In den letzten Jahren sind sehr präzise Analysen und Prognosen für unterschiedliche Regionen Sachsens entstanden, denn der Klimawandel macht vor regionalen Grenzen keinen Halt. So hat das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie bereits 2005 auf die regionalen Auswirkungen aufmerksam gemacht. In Sachsen macht sich der Klimawandel vor allem durch eine Zunahme extremer Wetterereignisse wie das Elbehochwasser 2002 und 2006, die Dürreperiode 2003, der Tornado im Erzgebirgskreis 2005 und in Großenhain 2010 sowie die jüngsten Überschwemmungen im August 2010 bemerkbar. Damit verbunden sind immer immense Kosten zur Beseitigung der Schäden und zur Prävention. Die Ausstellung vom Bildungswerk Weiterdenken e.V.  listet jedoch nicht allein Auswirkungen des Klimawandels im Freistaat Sachsen auf, sondern zeigt auch, welchen Anteil Kommunen zum Klimaschutz beitragen können.

Organisiert wird die Ausstellung vom Arbeitskreis Umwelt und Klimaschutz von Bündnis 90/Die Grünen Leipzig, die im Rahmen Ihrer Energiereihe 2011 bereits Anfang April zu einem Seminar zum Thema „Braunkohleverstromung“ mit Christian Breyer einluden. Denn wer in Sachsen über Klimawandel redet, kommt am Thema Braunkohleverstromung nicht vorbei. Nach Stationen in Chemnitz, Freiberg, Bautzen und Berlin gastiert die Ausstellung erneut in Leipzig. Im Zeitraum vom 02. Mai bis 27. Mai 2011 kann die Ausstellung nun im Neuen Hörsaalgebäude der Universität Leipzig im ersten Obergeschoss besichtigt werden.

Wann:

02.05 – 27.05.2011

Wo:

Universität Leipzig

Neues Hörsaalgebäude

1. Obergeschoss

Universitätsstr. 3

04109 Leipzig

Links:

http://klimawandel.weiterdenken.de/de/index.html

http://www.weiterdenken.de/web/ausstellungen-257.html

http://gruene-leipzig.de/

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Posted by juergenkasek 

Seminar Braunkohleverstromung - "Braunkohleverstromung - Brauchen wir das?"

"Braunkohleverstromung - Brauchen wir das?"

Seminar mit Christian Breyer am 06.04.2011

Sowohl regional wie auch international stellt die Braunkohle einen wichtigen Energieträger dar, welcher zur grundlegenden Energieversorgung herangezogen wird. Angesichts der Atomreaktorkatastrophe in Japan und der entschlossenen Forderung von deutschen Umweltverbänden, Initiativen und Parteien, alle Atomkraftwerke in Deutschland abzuschalten, wird von der Regierung das Argument einer Renaissance der Kohleverstromung hochgehalten, um die Energieversorgung Deutschlands zu sichern. Dabei ist Kohle der klimaschädlichste Energieträger. Aber er gilt als billig und ist weitreichend vorhanden.

In seinem Seminar stellt Christian Breyer die Braunkohleverstromung vor und geht hierbei besonders auf die (energie)-wirtschaftliche Bedeutung dieses umstrittenen Energieträgers ein. Neben der finanziellen Ökonomie werden auch die Emissionen der Braunkohleverstromung und deren Wirkung bedacht.

In den letzten Jahren wurden bereits viele Kraftwerke gebaut, so dass Deutschland derzeit Überkapazitäten von 13.000 Megawatt aufweist. Das ist weit mehr als die Leistung der seit letzter Woche acht abgeschalteten ältesten Atomkraftwerke in Deutschland. Bis 2015 ist geplant, dass deutschlandweit zehn neue Kohle- und Gaskraftwerke in Betrieb genommen werden. In Sachsen plant Vattenfall bis 2020 eine stetige Erhöhung seiner Förderplanung auf bis zu 30 Mio. t Braunkohle pro Jahr. Vattenfall betreibt hier die Braunkohletagebaustätten Nochten und Reichwalde (Lausitz), die MIBRAG das Vereinigte Schleenhain und Profen (sächsicher Teil). Nichtsdestotrotz wird sich ab 2013 auch die sächsische Braunkohle stetig verteuern, wenn die Stufe II im EU-Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten in Kraft tritt.

Braunkohle machte 2009 25 Prozent an der Bruttostromerzeugung Deutschlands aus. In Sachsen betrug dieser Anteil gut 80 Prozent und ersetzt somit – im Vergleich zu Gesamtdeutschland - den Anteil der Erzeugung von Strom aus Atomenergie und Steinkohle. Seit Jahren betont die sächsische Staatsregierung, dass Braunkohle unverzichtbar im Energiemix des Landes sei. Ein zukunftsfähiges Energieprogramm für Sachsen fehlt bis heute.

Christian Breyer wird in seinem Seminar auf Alternativen zur Braunkohleverstromung eingehen, sowohl im Hinblick auf die Energieversorgungssicherheit als auch auf die nachhaltige Wirtschaftlichkeit und die lokale Wertschöpfung. Die Belastbarkeit und die Potenziale dieser Alternativen werden mit der Braunkohleverstromung verglichen, um Möglichkeiten für die weitere Entwicklung der Braunkohle aufzuzeigen. Sachsen ist deutschlandweit Schlusslicht beim Ausbau erneuerbarer Energien.

Zur Person:

Christian Breyer beschäftigt sich bei Q-Cells, dem internationalen Photovoltaik- Unternehmen aus dem Solar Valley nördlich von Leipzig, mit den Konsequenzen einer vermehrten Elektrizitätsbereitstellung durch Photovoltaik auf die Energiemärkte. Dem Physiker und Ingenieur der Energiesystemtechnik ist dabei der Blick auf die ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit besonders wichtig.

Wann: 06. April 2011, 18-20Uhr

Wo:

Universität Leipzig / Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Universitätsstraße (Seminargebäude)

Raum S203

Weitere Informationen: http://www.gruene-leipzig.de/

Leipziger Internetzeitung: Panik? Hysterie? Energiemix? – Auch Sachsen muss sich sputen beim Ausbau alternativer Energieversorgung, URL: http://www.l-iz.de/Wirtschaft/Metropolregion/2011/03/Sachsen-muss-sich-sputen-beim-Ausbau-alternativer-Energieversorgung.html, 29.03.2011.

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